Wie sich die eBay-Gebühren zusammensetzen
Als gewerblicher Verkäufer zahlst du auf eBay im Kern zwei Dinge: eine prozentuale Verkaufsprovision auf den Gesamtbetrag der Transaktion und eine Festgebühr pro Bestellung. Der entscheidende Punkt, den viele übersehen: Die Provision wird nicht nur auf den Artikelpreis berechnet, sondern auf Artikelpreis plus die vom Käufer gezahlten Versandkosten. Wer die Versandkosten „nur durchreicht", zahlt darauf trotzdem Provision.
Dazu können optionale Kosten kommen, die dieser Rechner bewusst nicht schätzt, weil sie stark von deinem Setup abhängen: Shop-Abo, Werbeanzeigen (Anzeigen Standard/Erweitert), Zusatzoptionen im Angebot und Gebühren für internationale Verkäufe.
Gebrauchtware ist auf eBay günstiger geworden
Mit der Gebührenumstellung im Juli 2026 hat eBay die Staffelung nach Verkaufspreis in vielen Kategorien durch einen einheitlichen Satz je Kategorie ersetzt. Für viele Neuware-Händler wurde es dadurch teurer. Für Artikel, die als gebraucht, refurbished oder „Neu: Sonstige" gelistet sind, gilt dagegen ein deutlich reduzierter Satz.
Der häufigste Rechenfehler: Gebühren und Differenzbesteuerung
Handelst du mit Gebrauchtware, verkaufst du in der Regel nach §25a UStG differenzbesteuert. Dabei gilt eine Regel, die regelmäßig für böse Überraschungen sorgt: Die Bemessungsgrundlage ist die Differenz zwischen Verkaufspreis und Einkaufspreis — und sonst nichts. eBay-Gebühren, Versandkosten und Verpackung mindern die Steuer nicht. Sie mindern nur deinen Gewinn.
- Du kaufst ein Handy für 100 € privat an und verkaufst es für 200 €.
- Differenz = 100 € → darin enthaltene USt: 100 € ÷ 1,19 × 0,19 = 15,97 €.
- eBay nimmt bei 5 % Provision rund 10,35 € (inkl. Festgebühr).
- Dein Gewinn: 200 − 100 − 15,97 − 10,35 = 73,68 € — die Steuer bleibt bei 15,97 €.
Marge inklusive Gebühren und §25a in einem Rechner? Zum Margenrechner →
Gebühren, Einkauf und Steuer pro Artikel — automatisch
Storest ist die Warenwirtschaft für Gebrauchtwarenhändler: Jeder Artikel hat seinen Einkaufspreis, seinen Verkaufspreis und seine Differenzbesteuerung. Die eBay-Schnittstelle importiert deine Verkäufe und gleicht den Bestand ab — du rechnest nicht mehr jeden Verkauf einzeln nach.
Kostenlos startenHäufige Fragen
Zahle ich auf die Versandkosten auch Gebühren?
Ja. Die Verkaufsprovision wird auf den Gesamtbetrag der Transaktion berechnet — also inklusive der vom Käufer gezahlten Versandkosten. Deshalb gehört das Feld „Versandkosten, die der Käufer zahlt" in die Rechnung.
Gilt der Rechner auch für private Verkäufer?
Für private Verkäufer gelten auf eBay.de eigene, deutlich günstigere Regeln. Dieser Rechner bildet die Kostenstruktur gewerblicher Verkäufer ab. Wenn du unsicher bist, ob du privat oder gewerblich verkaufst: Das klärt der Ratgeber Ab wann bin ich gewerblicher Verkäufer?
Sind die Gebühren Betriebsausgaben?
Ja — ertragsteuerlich mindern eBay-Gebühren als Betriebsausgaben deinen Gewinn. Umsatzsteuerlich mindern sie bei der Differenzbesteuerung aber nicht die Bemessungsgrundlage. Beides sauber auseinanderzuhalten ist genau die Stelle, an der viele Reseller sich verrechnen.
Warum weicht mein eBay-Beleg leicht ab?
Weil eBay je nach Kategorie, Angebotsformat, Shop-Abo und Werbeoptionen zusätzliche Posten berechnet und kaufmännisch rundet. Der Rechner bildet die Grundstruktur ab — für den exakten Betrag ist immer deine eBay-Abrechnung maßgeblich.
Die hinterlegten Prozentsätze sind Richtwerte mit Stand Juli 2026 und ersetzen weder die offizielle eBay-Gebührenübersicht noch eine Steuerberatung.